Robert Burns Nacht 2020

Aufgeschnittener Haggis

5. Robert-Burns-Nacht mit feinBrand Taucha am 25.01.2020 – ein Bericht

Nach einem Jahr Pause war für 2020 wieder ein Robert-Burns-Supper mit feinBrand Taucha geplant. Als Veranstaltungsort diente der historische Lindensaal in Gotha, bei Jesewitz. Ein wahrhaft großartiges Ambiente für die Burns-Night.

Rund 90 Gäste ließen es sich nicht nehmen, dabei zu sein und den 261. Geburtstag des schottischen Nationaldichters Robert Burns ganz traditionell zu feiern. In Burns‘ Gedenken wurde gespeist, getrunken, gesungen und rezitiert, was das Zeug hielt.

Im stimmungsvoll dekorierten Saal des alten Gasthauses fanden unsere Gäste genügend Platz. Rund ein Drittel reiste mit einem Shuttle-Bus der Firma Geißler Reisen an. Der Bus nahm am feinBrand Laden in Taucha die ersten Gäste auf, fuhr dann über Gordemitz und Jesewitz, sodass viele „Burnsians“ problemlos an- und wieder abreisen konnten.

Eine Robert-Burns-Night nach traditionellem Vorbild

Der althergebrachte Ablauf nach dem Vorbild des ersten Burns-Supper am 21. Juli 1801 im Geburtshaus des Dichters wurde auch bei uns eingehalten. Mit ein paar kleinen Anpassungen, versteht sich. So wird dieses Dinner in unsere heutige Zeit transportiert, ohne seinen Anspruch und seine Würde zu verlieren. Wir konnten den Geburtstag des Lieblingspoeten und Helden aller Schotten, Robert Burns, angemessen feiern.

Zu Beginn hielt ich in meiner Rolle des Chairman eine kleine Rede zur Begrüßung. Sogar einige persönliche Grußworte von Brian Goldie, dem amtierenden Präsident der Robert Burns World Federation durfte ich verlesen. Nach dem Tischgebet, dem Selkirk Grace, nahmen wir die Suppe, Cock-a-leekie, zu uns. Darauf folgte der erste Höhepunkt, der Einmarsch des Haggis auf einem silbernen Tablett, natürlich begleitet von Dudelsackmusik.

Adress to the haggis!

Zelebriert habe ich den Anschnitt des Haggis durch den Vortrag des Gedichtes „Adress to the haggis“ in der Originalsprache. Nach dem Haggis folgten noch drei weitere Gänge, bis sich das Publikum vor vollen Bäuchen kaum noch rühren konnte! Dermaßen gestärkt setzten wir den Abend mit einem Programm fort, welches alle hoch erfreute. Die Restless Legs Session Band mit Julia Lehne begleitete den Abend alten Traditionals und Folkmusik. Was nicht fehlen durfte, war natürlich der „Toast to the lassies“ und die Erwiderung, der „Toast to the laddies“. Meine Frau Antje und ich durften sich vor der versammelten Festgesellschaft mal so richtig fetzen. Und selbstverständlich vertrugen wir uns am Ende wieder.

Gesang mit Gänsehautfeeling

Unsere Gäste waren gebannt von einem weiteren Glanzpunkt der Feier. Meine Tochter trug das Lied „Jenny of Oldstones“ hochemotional und mit einer solchen Hingabe vor, die uns alle verzauberte. Nicht wenige unter uns dürften eine recht ordentliche Gänsehaut davongetragen haben.

Die Programmhöhepunkte (The immortal speech und Tam O’Shanter) setzten sich weiter fort, bis dann gegen 22.45 Uhr der Bus unsere Gäste wieder nach Hause brachte.

Mit Whisky trotzen wir dem Teufel!

Wenn nun einer meint, diese Geburtstagsfeier war eine recht trockene Angelegenheit, dann irrt er sich. Und zwar gewaltig! Insgesamt vier hervorragende Single Malt Whisky und ein schottischer Whiskyliqueur fanden über den Abend ihren Weg durch die durstigen Kehlen.

Der Termin für unsere nächste Robert Burns Nacht steht bereits fest: am 30.01.2021 treffen wir uns wieder im Lindensaal Gotha. Kartenreservierungen nehmen wir ab sofort auf.